Alles über Golden-Retriever-Welpen

Was kosten Golden-Retriever-Welpen? Wo bekommt man einen Welpen? Was muss vor der Anschaffung bedacht werden? Alle Infos für Dich zusammengefasst.

Ein Golden-Retriever-Welpe
Ein Golden-Retriever-Welpe (Foto: pixabay.com/sarahbanis)

Zu allererst: Einen Golden-Retriever-Welpen zu kaufen, ist im Idealfall eine Entscheidung für zehn bis zwölf Jahre – und sollte daher wirklich gut überlegt sein.

Du wirst seine Mama oder sein Papa, der Rudelführer, der, auf den Dein Golden Retriever sich sein ganzen Leben lang verlassen wird. Und wenn Du bedenkst, wie anhänglich Golden Retriever sind, ist klar: Wenn der Hund irgendwann plötzlich doch nicht mehr in Dein Leben passt und Du ihn weggibst, wird er unfassbar leiden.

Deshalb möchte ich Dir helfen, diesen Schritt sorgfältig im Vorfeld zu bedenken:

Welpen-Kauf: Was ist zu beachten?

Ein Golden-Retriever-Welpe ist zeitintensiv, kann Dir den Schlaf rauben, verursacht Kosten und und und… Deshalb solltest Du Dir folgende Fragen ehrlich selbst beantworten:

  • Habe ich genug Zeit für einen Hund?

    Dein Golden-Retriever-Welpe braucht in den ersten Monaten sehr viel Aufmerksamkeit: Er muss sich an Dich, sein neues „Rudel“ und auch seine neue Umgebung gewöhnen, stubenrein werden, Kommandos lernen, er will spielen und gekämmt werden.

    Anfangs musst Du höchstwahrscheinlich im 2-3 Stunden-Rhythmus vor die Tür (ja, auch nachts!) und wenn Dein Golden Retriever ein Teenager oder eben ein ausgewachsener Hund ist, will er körperlich und geistig gefordert werden – und zwar mehrere Stunden am Tag. Heißt: Für die nächsten zehn bis zwölf Jahre musst Du bei Wind und Wetter, im Sommer und Winter, mit Deinem Golden Retriever vor die Tür.

Golden-Retriever-Welpen brauchen viel Aufmerksamkeit, wenn sie die Welt erkunden
Golden-Retriever-Welpen brauchen viel Aufmerksamkeit, wenn sie die Welt erkunden (Foto: pixabay.com/jagdprinzessin)
  • Kann ich mir finanziell überhaupt einen Hund leisten?

    Ein Hund kostet Geld – und damit meine ich nicht nur den Kaufpreis für den Golden-Retriever-Welpen. Denn Du brauchst eine Erstausstattung für den Hund, hinzu kommen die Tierarzt-Kosten für Untersuchungen und Impfungen sowie die laufenden Kosten für neues Spielzeug, Hunde-Futter, Wurm-Kuren, Kotbeutel und so weiter. Hinzu kommen die Kosten für die Hunde-Haftpflichtversicherung und die Hundesteuer.

  • Hätte der Hund genug Gesellschaft? Wäre der Hund lange alleine?

    Ein Golden-Retriever, vor allem ein Golden-Retriever-Welpe bis zum sechsten Monat, braucht und fordert intensiven Kontakt mit seinen Menschen. Wenn Du den ganzen Tag nicht Zuhause bist, sondern Vollzeit berufstätig, sollte ein anderes Mitglied der Familie bei Deinem Golden sein. Kein Hund sollte (und kann beziehungsweise will) den ganzen Tag alleine sein.

  • Ist die Familien mit dem Kauf eines Golden-Retriever-Welpen einverstanden?

  • Gibt es Familienmitglieder oder Freunde, die bei Krankheit oder Urlaub auf den Hund aufpassen können?

  • Ist der Vermieter mit einem Hund einverstanden?

Wenn Du all diese Fragen mit einem „JA!“ beantworten kannst, dann steht Deinem Glück, also der Anschaffung eines Golden-Retriever-Welpen, nichts im Weg.

 

Was kostet ein Golden Retriever-Welpe?

Wie oben schon angerissen: Ein Golden-Retriever-Welpe beziehungsweise ein Golden Retriever kostet Geld. Einmalige und laufende Kosten im Überblick:

  • Anschaffung Golden-Retriever-Welpe: 250 Euro bis 2.000 Euro (einmalig)
  • Erstausstattung für den Hund: etwa 150 Euro bis 350 Euro (einmalig)
  • Tierarzt, Impfung, Wurmkur: etwa 100 Euro bis 200 Euro (im ersten Jahr)
  • Hundehalter-Haftpflichtversicherung: etwa 60 Euro bis 100 Euro (jährlich)
  • Hundefutter: etwa 35 Euro bis 100 Euro (monatlich; je nach Fütterungsart)

 

Wo kann ich einen Golden Retriever-Welpen kaufen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Golden-Retriever-Welpen anzuschaffen:

  • Hundekauf bei einem Golden-Retriever-Züchter

    Aktuelle Züchter-Listen gibt es unter anderem bei den beiden Retriever-Verbänden „Golden Retriever Club e.V.“ (GRC) und „Deutscher Retriever Club e.V.“ (DRC). Auch der „Verband für das deutsche Hundewesen“ (VDH) führt Welpen-Listen.

  • Hundekauf über Kleinanzeigen im Internet

    Kleinanzeigen für Golden-Retriever-Welpen gibt es inzwischen tatsächlich wie Sand am Meer: Sei es bei„Deine-Tierwelt.de“, „Google Kleinanzeigen“ oder „Quoka.de“, mehrere Hundert Hunde werden dort von Züchtern und von Privat zum Kauf angeboten. Aber aufgepasst: Bei vielen Anzeigen sollten Deine Alarmglocken anspringen – die sogenannte Hunde-Mafia nutzt diesen „Vertriebsweg“ nämlich vermehrt. Achte daher darauf, dass Du die Welpen Zuhause besuchen und die Elterntiere sehen kannst. Wenn Dir irgendwas komisch vorkommt: Hände weg! „Deine-Tierwelt.de“ hat dazu eine gute „Checkliste für den sicheren Welpenkauf“.

  • Wenn es nicht zwingend ein Welpe sein muss: Tier-Nothilfe

    Aus verschiedensten Gründen (Tod des Besitzers, Allergien, Krankheiten) kann es passieren, dass Golden Retriever in Not geraten. Diese Tiere werden über Tierheime oder spezielle Vereine und Websites wie „golden-retriever-in-not.de“ vermittelt.

Golden-Retriever-Welpen beim gemeinsamen Fressen.
Golden-Retriever-Welpen beim gemeinsamen Fressen. (Foto: pixabay.com/jagdprinzessin)

Muss es ein Golden-Retriever-Welpe vom Züchter sein?

Wenn Du meine persönliche Meinung lesen möchtest: Nicht zwingend. Ich habe meine Kleine beispielsweise von Privat (was sich preislich aber nicht weit vom üblichen Züchterpreis für Golden-Retriever-Welpen bewegt hat).

Vorteile eines Welpen vom Züchter liegen aber grundsätzlich auf der Hand: Gute Golden-Retriever-Züchter investieren viel Geld in ihre Hunde (konstante tierärztliche Betreuung und Versorgung, Wesenstests, Ausbildung der Hunde und so weiter), weshalb sich die höheren Summen für Golden-Retriever-Welpen erklären lassen. Und am Ende gehst Du halt mit einem Hund mit Stammbaum nach Hause (Was Dir aber relativ egal sein kann, wenn Du mit Deinem Hund nicht irgendwann Nachwuchs zeugen lassen willst).

 

Golden Retriever: Rüde oder Hündin?

Bei Golden Retrievern gibt es zwischen Rüde und Hündin keine großen Unterschiede; beide sind lieb, beide sind hübsch, beide wollen gefallen. Einziger Unterschied: Die Hündin wird zweimal im Jahr läufig, blutet entsprechend und macht alle Rüden in ihrer Umgebung verrückt – und die Rüden drehen bei jeder läufigen Hündin in ihrer Umgebung durch.

Daher geht‘s bei dieser Frage tatsächlich nur um Deine persönliche Meinung. Wobei Dir der Golden-Retriever-Welpe die am Ende vor Ort ja ohnehin abnehmen wird. Wie heißt es so schön: Der Hund sucht sich schließlich sein Herrchen aus.