Start Golden Retriever Wie viel wiegt ein gesunder Golden Retriever?

Wie viel wiegt ein gesunder Golden Retriever?

Golden Retriever neigen zu Übergewicht. Wir sagen Dir, wie Du erkennst, ob Dein Hund zu dick ist.

Foto: Envato Elements / arthurhidden

Golden Retriever werden gerne als „Staubsauger“ bezeichnet – und jeder hat sicher schon einen dicken Goldie gesehen. Denn: Die Rasse neigt zu Verfressenheit und Übergewicht. Aber wie viel Kilos sollte ein gesunder Hund auf die Waage bringen?

Wie viel wiegt ein Golden Retriever?

Das Idealgewicht für Golden Retriever liegt bei 30 bis 34 Kilo für Rüden beziehungsweise 24 bis 30 Kilo für Hündinnen. Diesen Standard gibt der „American Kennel Club“ vor (hier das PDF runterladen). Im internationalen Rassestandard für Golden Retriever von der „Federation Cynologique Internationale“ fehlt eine offizielle Angabe dazu.

Wie viel wiegt ein Golden-Retriever-Welpe?

Das Gewicht eines Golden-Retriever-Welpen ist je nach genetischer Veranlagung unterschiedlich. Als grobe Richtwerte gelten laut unserem Tierarzt folgende Angaben:

  • Nach der Geburt: 400-600 Gramm
  • Nach einer Woche: 800-1200 Gramm
  • Nach acht Wochen: 7 bis 9 Kilo
  • Nach sechs Monaten: 20 bis 23 Kilo

Ab wann ist mein Hund übergewichtig?

Die „World Small Animal Veterinary Association“ (WSAVA) hat den „Body Condition Score“ (BCS) für Hunde veröffentlicht, an dem sich weltweit Tierärzte, Züchter und Verbände orientieren, wenn es um die Einschätzung des Gewichts geht. Anhand folgender Grafiken erklären wir Dir, wie Du erkennst, ob Dein Hund zu dünn oder zu dick ist:

BCS 1: Stark untergewichtig

Wenn die Rippen, Lendenwirbel und Beckenknochen schon von Weitem sichtbar sind, der Hund kein erkennbares Körperfett besitzt und auch nicht muskulös ist, stuft die WSAVA das Tier in den BSC 1 ein. Das heißt: Dieser Hund ist stark untergewichtig.

Grafik: World Small Animal Veterinary Association

BCS 3: Leicht untergewichtig

Wenn sich die Rippen leicht abtasten lassen, die Spitzen der Lendenwirbel sichtbar sind und die Beckenknochen hervortreten, stuft die WSAVA das Tier in den BSC 3 ein. Das heißt: Dieser Hund ist leicht untergewichtig.

Grafik: World Small Animal Veterinary Association

BCS 5: Idealgewicht

Wenn die Rippen tastbar und ohne überschüssige Fettabdeckung sind, die Taille von oben betrachtet hinter den Rippen liegt und der Bauch von der Seite betrachtet aufgezogen ist, stuft die WSAVA das Tier in den BSC 5 ein. Das heißt: Dieser Hund hat Idealgewicht.

Grafik: World Small Animal Veterinary Association

BCS 7: Übergewicht

Die Rippen des Hundes sind nur schwer tastbar und von einer Fettschicht bedeckt, am Lendenbereich und Schwanzansatz gibt es erkennbare Fettposter und die Taille ist nur schwer zu erkennen? Dann stuft die WSAVA das Tier in den BSC 7 ein. Das heißt: Dieser Hund hat Übergewicht und muss abnehmen.

Grafik: World Small Animal Veterinary Association

BCS 9: Starkes Übergewicht

Die WSAVA stuft ein Tier in den BSC 9 ein, wenn „massive Fettablagerungen über dem Brustkorb, der Wirbelsäule und dem Schwanzansatz“ vorhanden sind und die Taille gänzlich fehlt. Das heißt: Dieser Hund ist stark übergewichtig und muss dringend abnehmen.

Grafik: World Small Animal Veterinary Association

Was sind die Gründe für Übergewicht beim Hund?

In der Regel liegt das Problem nie beim Hund, sondern beim Halter – also Dir. Das hat auch eine Studie der veterinärmedizinischen Universität Liverpool ergeben: Demnach dosieren über 80 Prozent der Hundehalter das Futter zu hoch, mehr als die Hälfte entscheidet per Augenmaß, wie viel Futter täglich im Napf landet.

„Viele Besitzer merken nicht einmal, dass ihr Hund übergewichtig ist“, sagt Alex German, Professor an der University of Liverpool, zum Ergebnis der Studie. Der Fachmann warnt explizit davor, seinem Tier Zuneigung durch Leckeres oder mehr Futter zu geben.

Warum ist Übergewicht bei Hunden gefährlich?

Atemschwierigkeiten, Krebs, Gelenkprobleme und Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Wie bei übergewichtigen Menschen leidet die Gesundheit unter Übergewicht massiv – und damit steigt die Gefahr eines frühzeitigen Todes. Denn: Mit großer Wahrscheinlichkeit sterben übergewichtige Hunde früher als Artgenossen mit Idealgewicht.

Foto: unsplash.com/ adam hles

Das bestätigt aktuell auch die bereits erwähnte Studie der University of Liverpool: Zusammen mit dem „Waltham Centre for Pet Nutrition“ haben die Forscher festgestellt, dass übergewichtige Hunde bis zu zweieinhalb Jahre (!) früher sterben.

Welche Folgen hat Übergewicht beim Hund?

Übergewicht bei Hunden hat dieselben gesundheitlichen Folgen, wie bei uns Menschen. Es drohen:

  • Herz- und Kreislauf-Probleme bzw. -Erkrankungen
  • ein geschwächtes Immunsystem
  • Diabetes
  • Arthritis

Was tun, wenn der Hund zu dick ist?

Vorweg: „FdH“, also „Friss die Hälfte“, ist eindeutig nicht der richtige Weg. Denn: Dein Golden Retriever braucht Proteine, Vitamine und Mineralstoffe – und wenn Du das Futter einfach halbierst, halbierst Du eben auch die Menge an lebenswichtigen Nährstoffe.

Deshalb greif lieber zu Diätfutter*. Dabei kommt es nicht zu einem Nährstoff-Mangel, weil das Diät-Trockenfutter* oder Diät-Nassfutter* mit Füllstoffen „gestreckt“ wird – und die haben kaum Kalorien. Heißt: Dein Hund frisst so viel wie vorher, aber nimmt weniger Energie zu sich. (Mehr zum perfekten Futter für Golden Retriever findest Du hier.)

Was wunderbar helfen kann, damit Dein Golden Retriever sein Futter nicht einfach runterschlingt und dadurch schneller satt wird: ein Anti-Schling-Napf*.

Zudem solltest Du den Hundeblick ignorieren, Käse oder Würstchen als Leckerlis vom Speiseplan verbannen und lieber auf Äpfel, Birnen oder Trockenfutter ausweichen. Und, logisch: Bewegung, Bewegung, Bewegung! Häng einfach an eine Gassi-Runde noch eine halbe bis Dreiviertelstunde dran… das tut dem Hund gut – und Dir gleich mit. 😉

 

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